Die Story von Votation

Angefangen hat alles 1996.

Da habe ich bei einem Gesangswettbewerb mitgemacht und bin verflixt noch mal immer auf Platz zwei gelandet. Vor mir war diese Kleine mit der kräftigen Stimme. Na ja, beim dritten Mal hat es dann geklappt. Da hat sie dann auch nicht mehr mitgemacht.

Ach ja, die Kleine hieß Kerstin und ist heute Sopranistin bei VOTATION.

Damals schon wollten wir Karriere machen. Genau so lange stehen wir bis heute hin und wieder gemeinsam auf der Bühne. Immer wieder hatte ich den Gedanken: Wenn ich noch zwei oder drei andere gute Stimmen finde, dann machen wir was mit Gesang. Mehrstimmig, nicht wie ein Chor, sondern eher eine Vocal-Band. Aber so schnell findet sich da offensichtlich niemand.

Dann traf ich bei einem Konzert vom Wupperchor auf Dirk. Coole Stimme, dachte ich. Also, nach dem Auftritt gleich hin und gefragt, ob er auch an so was Spaß hätte. Yep - Nummer 2 dachte ich. Fehlt noch ein Alt!!! Sollte ein bisschen frech sein und eine "eigene" Stimme haben. Erfahrung? Kommt mit der Zeit!

Im Jahr 2003 entstand unter meiner Leitung der Gospelchor Pro-Claim. Im Laufe dieses Jahres stieß eine kleine, freche Altistin zu uns. Vanessa. Zu Beginn noch etwas schüchtern kam sie so nach und nach aus der Höhle. Also, wieder gefragt. Und sie hat "Ja" gesagt. Zum Singen!

Inzwischen war es Ende 2004. Jetzt gab es uns. Einen Minichor. Oder so!

Und wir hatten noch nicht eine Probe, da kam Dirk an, er hat da ´ne Hochzeit, wo wir singen können. WIR! Aber was? Klar, Gospel, aber welche Stücke. Also haben wir alles zusammengeschmissen, was wir so aus unseren Chören kannten und dann mussten wir proben.

Kerstin hatte das Pech, dass sie kein einziges Stück kannte. Also haben wir Dirks Frau Marion gefragt, ob Sie Kerstin bei dem Auftritt unterstützen würde (sie singt auch im Wupperchor und wir hatten drei Proben...). Gesagt, getan. Und der Auftritt war grandios. Alles waren begeistert. Klar sind wir selbstkritisch bis zum Abwinken. Aber das Brautpaar, die Gäste, alle waren hin und weg.

Aber was machen wir mit Marion. Die Frau für alle Fälle. Viel zu schade. Aber ein super Mezzo. Also einmal rundgerufen und wir hatten unsere Gruppe komplett. Dachten wir.

Jetzt kam unser bis heute größtes Problem. Unser Name. Wie nennen wir uns. HILFE! Das war die Hölle. Das eine klang zu hart, das andere sagt nichts aus, das nächste ist im Internet nicht mehr frei u.s.w.

Unser Rezept:

Man nehme ein Wort aus dem Bereich Musik, Stimme, oder irgendetwas, das mit der Sache zu tun hat. Dann suche man das italienische Äquivalent und übersetze dieses ins Pseudo-Englisch.

Das Resultat: VOTATION.

Und um unsere Geschichte noch abzurunden:

Schon bei den ersten Auftritten war es sehr mühsam, dass Dirk immer die Musik selbst starten musste. Sehr mühsam! Auch der Sound (wir haben mit Mikrofonen gesungen) war nicht sehr zufriedenstellend.

Unsere Idee: Ein Techniker muss her.

Ich dachte sofort an Jürgen, der schon seit Jahren die Technik in meinem Orchester in seiner Hand hat. Und er hat auch zugesagt. Gleich die erste Technik-Probe hat auch die anderen Band-Mitglieder überzeugt und so ist Jürgen jetzt unser sechster Mann.

Das ist die Story von VOTATION - Holger / August 2005